Einen Server erstellen

Last change on 2021-12-13 • Created on 2021-12-13 • ID: CL-C254D

Cloud Server sind Maschinen, auf denen ein Betriebssystem und Programme laufen können, wobei die Maschinen selbst ebenfalls virtuell auf physischen Servern laufen. Siehe vollständigen Server-Überblick.


Um in der Hetzner Console einen neuen Server zu erstellen, wähle bitte dein Projekt und folge den folgenden Schritten:

  1. Wähle in der linken Menüleiste Server

    menu-volumes

  2. Wähle nun Server hinzufügen

    ADD-SERVER

  3. Erstelle deinen Server

    CREATE-SERVER

    Beim Erstellen eines Servers können mehrere Eigenschaften individuell angepasst werden. Folgende Möglichkeiten hast du dabei:

    ○ Typ
    Hier wähle einen Tarif. Falls sich deine Ansprüche irgendwann ändern, kann dieser über die "Rescale"-Option zu einem späteren Zeitpunkt noch geändert oder angepasst werden.

    ○ Standort
    Hiermit legen den Standort deines Servers fest. Bei kleineren Projekten kannst du gerne einen beliebigen Ort wählen. Bei größeren Projekten empfehlen wir den Standort mit der geringsten Entfernung.

    ○ Image
    OS Images
    Hiermit legst du das Betriebssystem deines Servers fest. Es ist möglich dieses nach dem Erstellen des Servers zu ändern, dabei werden aber alle bestehenden Daten auf der Festplatte überschrieben. Nachdem der Server erstellt wurde, kannst du zusätzlich auch ein (eigenes) ISO-Image in das virtuelle Laufwerk deines Servers einlegen (siehe "Wie kann ich ein eigenes ISO nutzen?").
    Snapshots
    Solltest du einen Snapshot besitzen, kannst du diesen hier auswählen. Der neue Server wird dann basierend auf diesem Snapshot erstellt.
    Apps
    Wenn du eine App wählst, werden bestimmte Anwendungen auf deinem Server bereits vorinstalliert.

    ○ Networking
    Hier kannst du wählen, welche IP-Adressen dein Server besitzen soll. Insgesamt sind drei verschiedene Netzwerkoptionen möglich: Zwei öffentliche IP-Adressen (IPv4 und IPv6)
    Der Server besitzt ein öffentliches Netzwerk mit IPv4- und IPv6-Verbindung.

    Eine öffentliche IP-Adresse (IPv4 oder IPv6)
    Der Server besitzt ein öffentliches Netzwerk. Es wird aber nur eine der beiden Verbindungen unterstützt, also entweder eine IPv4- oder eine IPv6-Verbindung (siehe "Über IPv6 mit dem Server verbinden").

    Keine öffentlichen IP-Adressen
    Der Server besitzt kein öffentliches Netzwerk und unterstützt damit keine Verbindung zum Internet. Stattdessen ist der Server über eine private IP-Adresse erreichbar (siehe "Über private IP mit dem Server verbinden").

    IPv4 / IPv6
    Wenn du eine öffentliche IP auswählst und bereits eine Primäre IP besitzen, kannst du diese auswählen und deinem Server damit direkt zuweisen. Um eine Primäre IP auswählen zu können, muss diese im selben Projekt sein wie der Server, denselben Standort besitzen wie der Server und sie darf noch keinem anderen Server zugewiesen sein.

    Wenn du eine öffentliche IP auswählst und keine vorhandene Primäre IP auswählen können oder möchten, wird mit dem Server automatisch eine neue Primäre IP erstellt und deinem Projekt hinzugefügt.
    Private Netzwerke
    Netzwerke bieten eine private Umgebung über die Server direkt miteinander kommunizieren können. Für Server, die mindestens eine Primäre IP besitzen, ist das Hinzufügen zu einem privaten Netzwerk optional.

    Wenn du das öffentliche Netzwerk deines Servers deaktivieren möchten, musst du den Server zunächst einem privaten Netzwerk hinzufügen. Erst dann kannst du beide öffentlichen IPs entfernen.

    ○ SSH-Keys
    Der SSH-Key dient zur Authentifizierung auf deinem Server. Es ist nicht möglich, einen SSH-Key nachträglich über die Hetzner Console zu einem Server hinzuzufügen. Nutze dazu bitte eine Kommandozeile, wie beispielsweise in diesem Tutorial erklärt.

    ○ Volumes
    Volumes bieten die Möglichkeit extra Speicherplatz zu deinem Cloud Server dazu zu buchen. Im Tutorial "Auf einem Blockspeicher Daten speichern" unter community.hetzner.com wird Schritt für Schritt erklärt, wie du auf dein Volume zugreifen und darauf Daten speichern kannst.

    ○ Firewalls
    Firewalls können Du nutzt, um Traffic basierend auf Regeln einzuschränken.

    ○ Backups
    Backups sind tägliche automatische Kopien der Festplatte deines Servers. Für jeden Server sind höchstens sieben Backup-Slots verfügbar.

    ○ Platzierungsgruppen
    Je nach Typ der Platzierungsgruppe werden Instanzen nach einer bestimmten Struktur im Rechenzentrum verteilt. Bisher bieten wir den Typ "Spread" an. Dabei laufen alle virtuellen Server innerhalb einer Gruppe auf unterschiedlichen physischen Servern.

    ○ Label
    Label können genutzt werden, um die Server zu filtern und um einen Server einer Firewall oder einem Load Balancer hinzuzufügen.

    Label sind "Schlüssel/Wert"-Paare, wobei der Wert optional ist. Du kannst also selbst entscheiden, ob dein Server ein einfaches Label besitzen soll, dass lediglich aus dem Schlüssel-Teil besteht oder ein ganzes Schlüssel  Wert -Paar. Um ein Paar zu erstellen, gib erst den "Schlüssel"-Teil an. Nutze anschließend entweder ENTER oder das Gleichheitszeichen ("Schlüssel=Wert"), um zum "Wert"-Teil zu wechseln. Sowohl der Schlüssel, als auch der Wert dürfen maximal 63 Zeichen lang sein und müssen mit einem alphanumerischen Zeichen beginnen und enden. Um mehrere Label gleichzeitig einzufügen, trennst du die Label mit einem Komma oder einem Leerzeichen, bevor du die Liste kopierst.

      Beispiel:
      Wenn du diesen Text kopierst und in der Label-Box einfügen:
      env=production,type=database,project2
      Erhältst du diese Label:
      env  production , type  database , project2



    ○ Cloud config
    Cloud-init wird zur Serverkonfiguration beim Erstellen eines Cloud Servers genutzt. Dabei handelt es sich um eine Software, die Skripte verarbeiten und ausführen kann. Hier kannst du diese Skripte nach Bedarf hochladen. Beachte, dass dieses Eingabefeld auf 32 KiB beschränkt ist.

    ○ Name
    Hier kannst du dir einen Namen für deinen Server überlegen. Beachte, dass Namen pro Projekt nur einmal verwendet werden können. Dadurch kann einem Namen der entsprechende Server eindeutig zugeordnet werden und es ist somit möglich diesen bei Befehlen alternativ zur IP-Adresse zu nutzen. Zusätzlich muss der Name den in RFC 1123 festgelegten Bestimmungen zum Erstellen eines Host-Namens entsprechen. Lies dazu den Abschnitt 2.1 Host Names and Numbers. Darin erfährst du alle Änderungen zu den vorherigen Bestimmungen, welche in RFC 952 im Abschnitt ASSUMPTIONS festgelegt wurden. Hier ist eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Regeln:

    • Zulässig sind das Alphabet (A-Z), Zahlen (0-9), Minuszeichen (-), Punkt (.)

    • Keine Leerzeichen

    • Keine Unterscheidung zwischen Groß- und Kleinbuchstaben

    • Das erste Zeichen muss ein Buchstabe oder eine Zahl sein

    • Das letzte Zeichen darf weder ein Minuszeichen noch ein Punkt sein

    • Host-Namen müssen aus mehr als einem Zeichen bestehen

Sobald du mit allen Einstellungen zufrieden sind, kannst du KOSTENPFLICHTIG ERSTELLEN wählen.


Nächste Schritte: