Über die Serverkonfiguration in konsoleH kannst du wichtige Einstellungen für deine Website verwalten. Dazu gehören Verzeichnisschutz, Weiterleitungen, IP Sperren, eigene Fehlerseiten, Startseiten, Verzeichnisindexe sowie Zugriffslogs und Errorlogs.
Die Einstellungen gelten immer für das ausgewählte Verzeichnis und dessen Unterverzeichnisse. Prüfe daher vor jeder Änderung, ob du das richtige Verzeichnis ausgewählt hast.
Verzeichnisschutz
Mit dem Verzeichnisschutz kannst du den Zugriff auf ein bestimmtes Verzeichnis mit einem Benutzernamen und Passwort absichern. Das ist sinnvoll, wenn du zum Beispiel interne Bereiche, Testumgebungen oder nicht öffentliche Dateien schützen möchtest.
So richtest du einen Verzeichnisschutz ein:
- Öffne in konsoleH die Serverkonfiguration.
- Wähle in der Verzeichnisliste das Verzeichnis aus, das du schützen möchtest.
- Klicke auf das Symbol zum Schützen des Verzeichnisses.
- Klicke auf
Hinzufügen. - Trage einen Benutzernamen ein.
- Lege ein Passwort fest oder nutze
Passwort generieren. - Gib eine Bezeichnung für den geschützten Bereich ein.
- Klicke auf
Hinzufügen.
Die Bezeichnung wird beim Login angezeigt. Verwende daher einen verständlichen Namen, zum Beispiel den Namen des geschützten Bereichs.
Bereits angelegte Benutzer kannst du später ändern oder löschen.
Weiterleitung
Mit einer Weiterleitung leitest du Aufrufe eines Verzeichnisses auf eine andere URL um. Das ist nützlich, wenn Inhalte dauerhaft oder temporär an einer anderen Adresse erreichbar sind.
Folgende Weiterleitungstypen stehen zur Verfügung:
| Typ | Bedeutung |
|---|---|
permanent |
Die Ressource ist dauerhaft unter der neuen URL erreichbar. |
temp |
Die Ressource ist vorübergehend unter der neuen URL erreichbar. |
seeother |
Die Ressource wurde durch eine andere Ressource ersetzt. |
So richtest du eine Weiterleitung ein:
- Wähle das gewünschte Verzeichnis aus.
- Wähle den passenden Weiterleitungstyp.
- Gib die vollständige Ziel URL ein, zum Beispiel
https://www.example.com/. - Klicke auf
Hinzufügen.
Sobald ein Besucher das gewählte Verzeichnis im Browser aufruft, erfolgt eine Weiterleitung auf die angegebene Ziel URL.
Vorhandene Weiterleitungen kannst du über Ändern bearbeiten oder über Löschen entfernen.
IP Blocker
Mit dem IP Blocker kannst du einzelne IP Adressen, IP Bereiche oder Hostnamen für deine Website sperren.
Du kannst folgende Werte eintragen:
| Typ | Beispiel |
|---|---|
| Einzelne IP Adresse | 192.0.2.10 |
| IP Bereich | 192.0.2 |
Domain ohne www |
example.com |
Geblockte Einträge kannst du später ändern oder löschen.
Eigene Fehlerseiten
Über eigene Fehlerseiten kannst du festlegen, welche Datei angezeigt wird, wenn ein bestimmter HTTP Fehler auftritt.
Folgende Fehlerseiten kannst du konfigurieren:
| Fehler | Bedeutung |
|---|---|
401 Unauthorized |
Der Zugriff auf einen passwortgeschützten Bereich ist ohne gültige Zugangsdaten fehlgeschlagen. |
403 Forbidden |
Der Zugriff auf eine Datei oder ein Verzeichnis ist nicht erlaubt. |
500 Internal Server Error |
Es ist ein interner Serverfehler aufgetreten, zum Beispiel durch eine fehlerhafte .htaccess Datei oder ein Skriptproblem. |
Bei 401 Unauthorized kannst du nur eine Datei hinterlegen, keine externe URL.
Startseite
Über die Startseiten Einstellung legst du fest, nach welchen Dateien der Webserver sucht, wenn ein Besucher ein Verzeichnis ohne konkreten Dateinamen aufruft.
Beispiel:
index.html index.php index.htmDer Webserver prüft die Dateien in der angegebenen Reihenfolge. Wenn du das Feld leer lässt, verwendet der Server die Standardeinstellung.
Wenn keine passende Startseite vorhanden ist, hängt das Verhalten von der Einstellung Verzeichnisindex ab. Je nach Konfiguration wird entweder ein Fehler 403 Forbidden angezeigt oder der Inhalt des Verzeichnisses aufgelistet.
Verzeichnisindex
Mit dem Verzeichnisindex legst du fest, ob Besucher den Inhalt eines Verzeichnisses im Browser sehen können, wenn keine passende Startseite vorhanden ist.
Wenn der Verzeichnisindex aktiviert ist, kann der Webserver unter Umständen eine Liste der Dateien und Unterverzeichnisse anzeigen. Das kann unerwünscht sein, wenn Besucher dadurch Dateinamen, Ordnerstrukturen oder nicht verlinkte Dateien sehen können.
Aus Sicherheitsgründen ist der Verzeichnisindex standardmäßig deaktiviert. Du solltest ihn nur aktivieren, wenn du bewusst eine Dateiliste im Browser anzeigen möchtest.
So deaktivierst oder aktivierst du den Verzeichnisindex für ein Verzeichnis:
- Öffne in konsoleH die Serverkonfiguration.
- Wähle in der Verzeichnisliste den Ordner aus, für den du die Einstellung ändern möchtest.
- Klicke auf
Serverkonfiguration. - Wähle
Verzeichnisindexaus. - Aktiviere oder deaktiviere den Verzeichnisindex über die Schaltfläche.
- Speichere die Änderung.
Die Einstellung gilt für das ausgewählte Verzeichnis und dessen Unterverzeichnisse, sofern sie dort nicht durch eine eigene Einstellung überschrieben wird.
Zusammenhang mit der Startseite
Der Verzeichnisindex wird relevant, wenn ein Besucher ein Verzeichnis ohne konkreten Dateinamen aufruft und keine passende Startseite vorhanden ist.
Beispiel:
https://www.example.com/downloads/
Wenn in diesem Verzeichnis keine Datei wie index.html, index.php oder index.htm vorhanden ist, entscheidet die Einstellung Verzeichnisindex, was passiert.
| Einstellung | Verhalten |
|---|---|
| Verzeichnisindex deaktiviert | Der Webserver zeigt in der Regel einen Fehler 403 Forbidden an. |
| Verzeichnisindex aktiviert | Der Webserver kann den Inhalt des Verzeichnisses im Browser auflisten. |
Wenn du verhindern möchtest, dass Besucher den Inhalt eines Ordners sehen, deaktiviere den Verzeichnisindex und lege bei Bedarf zusätzlich eine passende Startseite an.
HTTP Zugriffslogs
In den HTTP Zugriffslogs siehst du die letzten Zugriffe auf deine Website. Du kannst die angezeigten Daten über Download als Datei herunterladen.
Die vollständigen täglichen Zugriffslogs findest du im Verzeichnis www_logs. Dieses Verzeichnis erreichst du mit deinem Haupt FTP Benutzer.
Die Logdateien stehen üblicherweise ab etwa 01:00 Uhr am Folgetag zur Verfügung. Ab einer bestimmten Größe werden die Logdateien automatisch komprimiert.
Aus Datenschutzgründen liegen IP Adressen anonymisiert vor.
HTTP Errorlogs
In den HTTP Errorlogs findest du Fehlermeldungen des Webservers. Diese Einträge entstehen zum Beispiel, wenn eine Datei nicht existiert, ein Link fehlerhaft ist oder eine Ressource nicht geladen werden kann.
Ein häufiger Fehler ist:
File Does Not ExistDieser Fehler bedeutet, dass eine angeforderte Datei auf dem Webspace nicht vorhanden ist.
Du kannst die angezeigten Errorlogs über Download als Datei herunterladen.
Die vollständigen täglichen Errorlogs findest du im Verzeichnis www_logs. Dieses Verzeichnis erreichst du mit deinem Haupt FTP Benutzer.
Die Logdateien stehen üblicherweise ab etwa 01:00 Uhr am Folgetag zur Verfügung. Ab einer bestimmten Größe werden die Logdateien automatisch komprimiert.
Aus Datenschutzgründen liegen IP Adressen anonymisiert vor.
Warum verlangt der Passwortschutz die Zugangsdaten immer zweimal?
Dies kann vermieden werden, indem Sie den Link zu dem Ordner, indem sich der Passwortschutz befindet am Ende mit einem / abschließen.
Beispiel:
www.ihredomain.de/Ordner/