Rechenzentren und Anbindung

Last change on 2023-01-30 • Created on 2020-03-25 • ID: GE-81F59

Allgemein

Mit Rechenzentrum bezeichnet man sowohl das Gebäude bzw. die Räumlichkeiten, in denen die Server einer oder mehrerer Firmen bzw. Organisationen untergebracht sind, als auch die Organisation selbst, die sich um diese Server kümmern. Die gängige Abkürzung ist DC (Data Center).

Weitere Informationen und Bilder: https://www.hetzner.com/de/unternehmen/rechenzentrum/

Welche Rechenzentren betreibt Hetzner?

Datacenter-Park NBG1
Standort Rechenzentrumspark Nürnberg, Deutschland
Anzahl Datacenter 5
Datacenter-Park FSN1
Standort Rechenzentrumspark Falkenstein, Deutschland
Anzahl Datacenter 18
Datacenter-Park HEL1
Standort Rechenzentrumspark Helsinki, Finnland
Anzahl Datacenter 6

Ausstattung der Datacenter:

  • Unterbrechungsfreie Stromversorgung (N+1 redundante USV)
  • 2,5 MVA Dieselgenerator
  • Stromzuführung über zwei getrennte Strompfade vom Umspannungswerk bis zu den Niederspannungsverteilern

An welche Backbones sind die Rechenzentren angeschlossen?

Siehe: https://www.hetzner.com/de/unternehmen/rechenzentrum/

Wie sind die Rechenzentren untereinander verbunden?

Die Standorte (Nürnberg - Falkenstein - Frankfurt - Helsinki) sind mit Dark Fiber Anbindungen (für alle Wortklauber: die jetzt nicht mehr "dark" sind...) untereinander redundant verbunden. Somit wird auch dann die Erreichbarkeit eines Standortes gewährleistet, sollte eine der Glasfaserverbindungen ausfallen. Zudem sorgen die n*100 GBit/s schnellen Verbindungen für ausreichend Bandbreite zwischen den Rechenzentren.

Über den Standort Frankfurt werden Daten zu den Peeringpartnern sowie zu den Uplinks transportiert. Am Standort Nürnberg erfolgt eine Übergabe an weitere Uplinks.

An jedem Standort werden mehrere Juniper Core Router betrieben, über welche die Datenströme der Rechenzentren gebündelt an die verschiedenen Uplinks weitergeleitet werden.

In welchem Rechenzentrum steht mein Server?

Machen Sie einen Trace zur IP-Adresse Ihres Rechners. Unter Windows geht das so:

tracert <eigeneIP>

Unter Linux heißt das Kommando etwas anders:

traceroute <eigeneIP>

Das Kürzel im Namen des Hops vor Ihrem Rechner verrät das Rechenzentrum:

2  217.0.117.200 (217.0.117.200)			18.149 ms  17.080 ms  16.750 ms
3  87.190.176.130 (87.190.176.130)			17.602 ms  17.786 ms  17.778 ms
4  217.239.47.14 (217.239.47.14)			21.653 ms  21.880 ms  22.086 ms
5  ae8-0.fra20.core-backbone.com (62.157.251.158)	31.661 ms  22.087 ms  22.106 ms
6  ae1-2014.nbg40.core-backbone.com (81.95.15.206)	26.164 ms  23.759 ms  24.207 ms
7  core-backbone-100g-nbg.hetzner.de (81.95.15.6)	25.032 ms  25.771 ms  25.485 ms
8  core11.nbg1.hetzner.com (213.239.229.161)		26.463 ms  26.234 ms  26.000 ms
9  core22.fsn1.hetzner.com (213.239.245.213)		27.311 ms  25.535 ms  25.825 ms
10 ex9k2.dc3.fsn1.hetzner.com (213.239.229.246)		26.027 ms  26.072 ms  26.317 ms
11 eigenerServer (vvv.xxx.yyy.zzz)			26.959 ms  26.807 ms  26.958 ms

In diesem Beispiel steht der Rechner also in FSN1-DC3. Sollte der vorletzte Hop einen Namen in der Form von xxx-yyy-zzz-xxx.clients.your-server.de haben, dann wurde für den entsprechenden Router nur noch kein korrekter rDNS-Name vergeben.

Peering Policy

Unser primäres Ziel ist es Traffic, soweit wie möglich, an zentralen Austauschknoten, wie z.B. am DE-CIX, AMS-IX, DATA-IX und V-IX auszutauschen. Zusätzlich verfolgen wir eine generell offene Peering Policy, so dass jeder der dies möchte dort ein peering mit uns einrichten kann. Wir stehen auch privaten Interconnect zwischen Routern offen gegenüber, sollte es aus technischer oder wirtschaftlicher Sicht sinnvoll sein.

Für alle Ziele die nicht durch ein PrivatePeering oder über einen PeeringPoint erreicht werden können, routen wir den Traffic über 2 der führenden Transitprovider. Sollte eine andere Route gewünscht werden sind wir jederzeit für ein direktes Peering offen.

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