Eigene Images installieren

Last change on 2021-08-20 • Created on 2020-03-19

Einführung

Dieser Artikel erläutert drei Methoden zur Installation von Images, welche nicht über den Robot als automatische Installation angeboten werden.

Bitte beachten Sie, dass Hetzner Online für eigene Image-Installationen keinen Support leisten bzw. keine Garantie auf Funktionalität des installierten Systems in Verbindung mit unseren Produkten geben kann.

Folgenden Optionen stehen zur Verfügung und werden in diesem Artikel erklärt:

  • Für die Installation einer älteren Version eines Linux-Images, welches über den Robot verfügbar ist:

    • Installation eines älteren Linux-Images mit dem Installimage-Skript
  • Für die Installation eines angepassten Debian-, Ubuntu-, OpenSUSE- oder CentOS-Images:

    • Installation eines benutzerdefinierten Images mit dem Installimage-Skript
  • Für die Installation von Windows mit eigener Lizenz und sonstiger Betriebssysteme von einem bootfähigen ISO-Image:

    • Installation über eine KVM-Konsole per USB-Laufwerk
    • Installation über eine KVM-Konsole per Virtual-Media-Funktion

Installation eines älteren Linux-Images mit dem Installimage-Skript

Mit Hilfe des Installimage-Skripts, dass bereits im Rescue System vorinstalliert ist, können Sie anpassbare Installationen aller Linux-Images, die über den Robot angeboten werden, sowie deren ältere Versionen, für die wir keinen Support mehr anbieten oder deren Kompatibilität wir nicht mehr garantieren, durchführen. Sie finden diese Images im Betriebssystem-Auswahlmenü des Installimage-Script unter dem Abschnitt Old images.

Installation eines benutzerdefinierten Images mit dem Installimage-Skript

Voraussetzungen

  • Das Image muss ein Debian, Ubuntu, OpenSUSE oder CentOS sein, um korrekte Netzwerkeinstellungen vornehmen zu können.
  • Das Image sollte eine aktuelle Version der jeweiligen Distribution sein. Die Installation einer Vorgängerversion ist in der Regel eine gewisse Zeit nach Erscheinen der aktuellen Version noch möglich, wird aber nicht aktiv gepflegt.
  • Das komplette Betriebssystem muss im gepackten .tar.gz Format auf einem Web-, NFS oder FTP-Server hinterlegt sein, oder in das Rescue System hochgeladen werden (z.B. per SCP). Das Archiv sollte ohne /dev, /proc und /sys-Ordner gepackt werden.
  • Das Archiv muss die Distribution und die Version (an zweiter Stelle) im Dateinamen enthalten. (z.B. "Debian-123-image.tar.gz" oder "suse-123-backup.tar.gz")
  • Der Bootloader GRUB muss installiert sein und die entsprechende Option in der Konfigurationsdatei angegeben werden.
  • Es darf nur ein Kernel in /boot liegen.
  • Zur Signaturprüfung muss die Signatur image.tar.gz.sig und der entsprechende Public Key public-key.asc im gleichen Verzeichnis abgelegt sein.

Vorgehensweise

Booten Sie dazu den Server in das Rescue System, mounten Sie das Remote-Filesystem, welches Ihr Archiv enthält (oder laden Sie dieses in das Rescue System hoch), starten Sie das Installimage Script (Befehl: installimage) und wählen Sie im Menü custom_images aus. Anschließend wird eine Blanko-Konfiguration geladen, die entsprechend Ihren Wünschen angepasst werden kann. Vorgaben und Beispiele dazu sind dort ebenfalls zu finden.

Hierbei ist zu beachten, dass einige Einstellungen wie IMAGEPATH etc. momentan noch ohne Parameter sind, diese jedoch erforderlich sind und angegeben werden müssen.

Die verfügbaren Festplatten werden automatisch erkannt und an die Variablen DRIVE1, DRIVE2... angehängt.

Installation über eine KVM-Konsole per USB-Laufwerk

Für diese Methode bestellen Sie einfach eine KVM-Konsole über den Robot. Klicken Sie dazu auf den entsprechenden Server in Ihrem Robot-Account, aktivieren Sie den Abschnitt Support, wählen Sie die server-spezifische Anfrage "Remote console / KVM" aus und fügen Sie einen direkten Download-Link in das Kommentarfeld ein.

Dazu können Sie Ihr Image bei jedem beliebigen Datei-Hoster, Webspace, Storage Box oder FTP-Server hochladen. Alternativ können Sie uns auch einen direkten Download-Link von einer fremden Website senden, oder ein Image von unserem Mirror auswählen (die Login-Daten finden Sie in der Server-Bereitstellungsmail). Dort stehen Ihnen auch mehrere Windows-Server-Images zur Verfügung.

Unsere Techniker werden anschließend das angegebene Image herunterladen, einen bootfähigen USB-Stick erstellen und diesen zusammen mit der KVM-Konsole (kostenfrei) an Ihren Server anschließen.

Weitere Informationen finden Sie in diesem Artikel.

Installation über eine KVM-Konsole per Virtual-Media-Funktion

Wichtig:

  • Die KVM-Konsole unterstützt nur die Einbindung von ISO-Dateien über das SAMBA (SMB)/CIFS-Netzwerkprotokoll.
  • Das Einbinden eines Images kann eine beträchtliche Zeit in Anspruch nehmen, stellen Sie bitte daher sicher, dass eine schnelle Verbindung zum System, auf welchem die Datei liegt, besteht.
  • Weiterhin gibt es leider keinen Fortschrittsbalken. Sie werden eine Benachrichtigung sehen, sobald die Datei vollständig geladen ist.
  • Wir können nicht garantieren, dass das Einbinden einer ISO-Datei und die Installation immer funktionieren, da ein Firmware-Fehler unter bestimmten Umständen dazu führt, dass die Konsole und/oder der Server nicht mehr reagieren. Aus diesem Grund bieten wir die Installation über ein USB-Laufwerk an (siehe vorheriger Abschnitt).

Dazu bestellen Sie einfach eine KVM-Konsole über den Robot. Klicken Sie hierfür auf den entsprechenden Server in Ihrem Robot-Account, aktivieren Sie den Abschnitt Support und wählen Sie die server-spezifische Anfrage "Remote console / KVM" aus. Sobald Sie die Anmeldedaten für die KVM-Konsole erhalten haben, folgen Sie dieser Anleitung, um Ihr Image zu einzubinden.

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