Dieser Artikel erläutert die Besonderheiten der Verwendung eines Dell PowerEdge Servers der Generation 14.
Wie greife ich auf die iDRAC zu?
In der Fertigstellungsmail findest du zwei IP-Adressen, einmal für den Server selbst und einmal für die iDRAC. Im gleichen Abschnitt findest du auch die iDRAC-Zugangsdaten, die sich von denen des Servers unterscheiden.
Gib die iDRAC-IP einfach in die Adresszeile deines Browsers ein und bestätige die eventuell auftretende Sicherheitswarnung. Anschließend landest du auf einem Webinterface, bei dem du dich mit den iDRAC-Zugangsdaten anmeldest.
Danach kannst du z. B. die KVM-Funktion nutzen, den Server ein- oder ausschalten, eine ISO-Datei für die Installation einbinden oder Hardware-Probleme diagnostizieren.
Wie ändere ich das iDRAC-Kennwort?
Geh zunächst auf der iDRAC an und wähle im Menü unter iDRAC Einstellungen den Punkt Benutzer. Hier klappst du den Punkt Lokale Benutzer auf.
Klicke nun auf den Benutzer, dessen Kennwort du ändern möchtest (z. B. root) und anschließend auf den Button Bearbeiten.
In dem Pop-Up, welches nun erscheint, kannst du jetzt schon das Kennwort in den jeweiligen Feldern ändern und anschließend mit einem Klick auf Speichern anwenden.
Was ist die KVM-Funktion und wie nutze ich sie?
Die KVM-Funktion, genauer gesagt die KVM-over-IP-Funktion ermöglicht es dir, den Server so über ein Netzwerk zu verwenden als säßest du direkt vor dem Gerät mit direkt angeschlossener Maus, Tastatur und Bildschirm. Wenn du dich an der iDRAC anmeldest, siehst du im unteren rechten Drittel des Bildschirms eine Vorschau der aktuellen Bildschirmausgabe des Servers.
Wenn du unter der Vorschau auf Virtuelle Konsole starten klickst und die Anfragen bzgl. Pop-Up Fenster für die iDRAC-Adresse bestätigst, öffnet sich zunächst ein neues Fenster. In diesem Fenster musst du noch eine Ausnahme für das SSL-Zertifikat hinzufügen. Danach kommst du zu einer Live-Verbindung und kannst den Server wie jeden anderen Rechner auch bedienen. Für Spezialfunktionen wie einen Neustart oder um bestimmte Tastenkombinationen zu senden (z. B. Strg+Alt+Entf), verwende das Menü Konsolensteuerungen in diesem KVM-Fenster.
Wie konfiguriere ich den RAID-Controller?
Der RAID-Controller ist nur mit SSD-Laufwerken nutzbar. NVMe SSDs werden hier nicht angezeigt
Melde dich zunächst auf der iDRAC an und wähle links im oberen Menü unter Speicher den Punkt Übersicht.
Wähle anschließend den Punkt Virtuelle Festplatten.
Wenn du jetzt auf Virtuelle Festplatte erstellen klickst, bekommst du zwei Optionen zur Auswahl:
| Option | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| Grundlegende Konfiguration | Schnelles Erstellen eines virtuellen Datenträgers |
| Erweiterte Konfiguration | Möglichkeit zum Ändern der Lese-/Schreib- Richtlinien |
In unserem Testsystem wurden nur zwei SSD-Laufwerke verbaut, weshalb hier nur die Möglichkeiten RAID-0 bzw. RAID-1 angezeigt werden.
Solltest du mehrere SSD-Laufwerke in deinem System installiert haben, kannst du auch RAID-5, RAID-6, RAID-10, RAID-50 oder RAID-60 erstellen.
Grundlegende Konfiguration
| Option | Kurzbeschreibung | Anpassung notwendig |
|---|
- Name: Hier kannst du dem virtuellen Laufwerk eine Bezeichnung geben | Optional
|Controller|Hetzner bietet aktuell keine Server mit zwei Controllern an|Nein| |Layout|Das gewünschte RAID-Layout festlegen|Ja|
Alle anderen sichtbaren Punkte dienen nur zur Information und können nicht verändert werden.
Die Laufwerke werden in aufsteigender Reihenfolge der Slots gewählt, in welchen sie verbaut sind.
Beispiel RAID-0 Layout Auswahl
Beispiel RAID-1 Layout Auswahl
Nachdem alle benötigten Einstellungen vorgenommen wurden, klickst du bitte auf Zu „Ausstehend“ hinzufügen unten rechts. du wirst dann zum nächsten Schritt weitergeleitet.
Du siehst nun eine Übersicht der gewählten Optionen und können zwischen folgenden Punkten wählen:
| Option | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| Später anwenden | Nutzt du diese Funktion, wenn du unmittelbar weiter virtuelle Datenträger erstellen müssen |
| Jetzt anwenden | Die Einstellungen werden sofort durchgeführt |
| Beim nächsten Neustart | Sobald du einen kompletten "PowerCycle" durchführen |
| Zur geplanten Zeit | Hier kann ein Zeitraum festgelegt werden. Die meisten Einstellungen führen keinen automatischen Neustart durch |
| Alle ausstehenden verwerfen | Alle Änderungen unwiederruflich löschen |
Erweiterte Konfiguration
Schritt 1
Nimm hier die grundlegenden Einstellungen vor, welche du für deine Zwecke benötigst.
| Option | Kurzbeschreibung | Anpassung notwendig |
|---|
- Name: Du gibst hier die gewünschte Datenträgerbezeichnung ein | optional
|Controller|Hetzner bietet aktuell keine Server mit zwei Controllern an|Nein| |Layout|Das gewünschte RAID-Layout festlegen|Ja| |Datenträgertyp| Hetzner bietet aktuell keine SAS-Datenträger für diesen Servertyp an|Nein|
| Auswahl physischer Datenträger | Wähle eine physische Laufwerksgruppe aus | Nein |
|---|---|---|
| Sicherheit | Aktivieren oder Deaktivieren der Sicherheit für die Verschlüsselung virtueller Laufwerke | Optional |
| Stripe-Elementgröße | Wähle die Stripe-Elementgröße aus. Diese gibt an, wie viel Speicherplatz ein Stripe auf einem physischen Laufwerk belegt | Optional |
| Leseregel | Wähle entweder Kein Vorauslesen, Vorauslesen oder Adaptives Vorauslesen |
Optional |
| Schreibregel | Wähle entweder Durchschreiben, Rückschreiben oder Rückschreiben erzwingen(Die von Hetzner angebotenen Server dieses Typs verfügen über eine verbaute BBU) |
Optional |
| Festplatten-Cache-Regeln | Wähle entweder Aktiviert, Deaktiviert oder Standardeinstellung (Da Hetzner aktuell keine SAS-Laufwerke für diesen Servertyp anbietet, ist Aktiviert als Standard gesetzt ) |
Optional |
Klicke auf Weiter rechts unten.
Schritt 2
Wähle hier die Laufwerke aus, die du für den im vorherigen Schritt gewählten RAID benötigst. Der Weiter-Knopf kann erst betätigt werden, wenn die Vorgaben erfüllt sind, welche im oberen Bild in rot markiert wurden.
Schritt 3
Hier kannst du die Größe des virtuellen Laufwerks ändern. Standardmäßig ist hier die maximal mögliche Größe voreingestellt.
Schritt 4
Du siehst hier noch einmal eine komplette Übersicht aller gewählten Einstellungen und kannst diese mit einem Klick auf Zu „Ausstehend“ hinzufügen unten rechts bestätigst. Du wirst zum nächsten Schritt weitergeleitet.
Du siehst nun eine Übersicht der gewählten Optionen und können unten zwischen folgenden Punkten wählen:
| Option | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| Später anwenden | Nutzt du diese Funktion, wenn du unmittelbar weiter virtuelle Datenträger erstellen müssen |
| Jetzt anwenden | Die Einstellungen werden sofort durchgeführt |
| Beim nächsten Neustart | Sobald du einen kompletten "PowerCycle" durchführen |
| Zur geplanten Zeit | Hier kann ein Zeitraum festgelegt werden. Die meisten Einstellungen führen keinen automatischen Neustart durch |
| Alle ausstehenden verwerfen | Alle Änderungen unwiederruflich löschen |
Du kannst den Status des Vorgangs ab jetzt in der Job-Warteschlange beobachten. Dazu klickst du im oberen Menü auf Wartung und dort auf den Punkt Job-Warteschlange.
Sollte der Vorgang den Status Completed erreichen, so sollte das logische Laufwerk zu diesem Zeitpunkt im Betriebssystem sichtbar sein und in der Übersicht unter dem Menüpunkt "Speicher; Übersicht; Virtuelle Festplatten" sichtbar werden.
Wie kann ich eine ISO-Datei einbinden?
Dazu wählst du die Option Virtueller Datenträger verbinden im KVM-Fenster. Es erscheint ein weiteres Fenster, in dem du direkt lokale Laufwerke auswählen oder ISO-Images (CD/DVDs) an den Server streamen können. Falls du dich für eine der Möglichkeiten entschieden haben und ein Gerät oder ISO ausgewählt haben, klickst du noch auf den entsprechenden Gerät zuordnen Button und abschließend auf Schließen. Das lokale Laufwerk oder ISO sollte nun für den Server verfügbar sein.
Wenn du nun den Server neu starten, kannst du von diesem Image starten wie von einem normalen Laufwerk. Dazu drückst du bitte F11, um ein Bootmenü aufzurufen, wenn die entsprechende Meldung dazu angezeigt wird. Noch einfacher geht es, wenn du vor dem Neustart im Menü Start des KVM-Fensters den Eintrag Virtuelle CD/DVD/ISO auswählen.
Wie kann ich Betriebssystemimages vom Hetzner-Mirror einbinden?
Um unseren Kunden die manuelle Installation eines Betriebssystems auf dem Server zu erleichtern, stellen wir Images bestimmter Betriebssysteme zur Verfügung.
Die Images, die wir anbieten, findest du auf zwei unserer Mirrors:
- http://download.hetzner.com/ ist von überall erreichbar und benötigt daher Benutzername und Passwort. Diese Informationen findest du am Ende deiner Fertigstellungsmail des Servers.
- http://mirror.hetzner.com/ ist nur über das Hetzner Netzwerk erreichbar und braucht daher keine Zugangsdaten.
Die folgenden Bilder beziehen sich auf den internen Mirror. Zudem ist ein Link zum externen Mirror mit angegeben. Dieser Link kann zum Überprüfen auf den richtigen Dateinamen des Betriebssystem-Images verwendet werden.
Windows
Die Windows Images, die wir anbieten, findest du unter: http://download.hetzner.com/bootimages/windows/.
Diese Windows Images sind direkt von Microsoft und besitzen keine Anpassungen unsererseits. Diese Images beinhalten keine Lizenz. Während der Installation kannst du deinen eigenen Lizenz-Key eingeben.
- Die Image-Datei mit dem Dateinamen kannst du direkt von unserem Mirror kopieren.
- Das Benutzername- und Passwort-Feld sowie das Domänenname-Feld können leer gelassen werden.
- Die iDRAC sollte jetzt unter
Verbindungsstatusden WertVerbundenanzeigen. - Nun kannst du im KVM-Fenster das nächste Startlaufwerk auf
virtuelle CD/DVD/ISOsetzen. Alternativ kannst du auch über das Bootmenü (F11) den entsprechenden Eintrag auswählen.
OS Deployment über den LCC (Lifecycle Controller)
Dein DELL Server verfügt über eine OS Deployment-Funktion, welche in den Lifecycle Controller deines Servers integriert ist. Diese stellt die nötigen Treiber für das zu installierende Betriebssystem bereit und begleitet dich mit grafischen Assistenten durch das Erstellen eines RAID-Arrays, falls noch keine erstellt wurde.
Bitte beachte, dass DELL nur zertifizierte Betriebssysteme über diese Funktion unterstützt. Diese können von Modell zu Modell variieren. Eine Übersicht für dein Produkt erhältst du auf folgender Webseite von DELL:
- R640 (DX152/DX292): https://www.dell.com/support/home/de-de/drivers/SupportedOS/poweredge-r640
- R6415 (DX180): https://www.dell.com/support/home/de-de/drivers/supportedos/poweredge-r6415
- R6515 (DX181): https://www.dell.com/support/home/de-de/drivers/supportedos/poweredge-r6515
Falls du die OS Deployment Funktionalität nutzen möchtest, musst du zunächst ein Image deiner Wahl über unseren Mirror einbinden. Anschließend musst du den Server neustarten und mittels F10 im BIOS-Post in den LCC starten. Im folgenden Beispiel wird aufgezeigt, wie die OS Deployment Funktion mit Windows Server 2016 verwendet wird.

- Klicke, sobald der Server sich im LCC
Lifecycle Controllerbefindet, in der Auswahl links aufOS Deploymentund anschließend aufDeploy OS.

- Sollte bis jetzt noch kein RAID konfiguriert sein, kannst du dies nun ebenfalls mithilfe des OS Deploys durchführen. Sollte bereits ein RAID vorhanden sein, wählst du bitte
Go Directly to OS Deployment.

- Wähl im nächsten Schritt aus, ob du das Betriebssystem im BIOS oder UEFI-Boot-Modus installieren möchten. Anschließend wählst du das zu installierende Betriebssystem im Dropdown-Menü aus.
- Falls du dich für den UEFI-Modus entscheidest, kannst du ebenfalls noch auswählen, ob du
Secure Bootnutzen möchten. - Klick jetzt auf
Nextund der Server wird die zur Installation benötigten Treiber zusammenstellen.

- Wähl im dritten Schritt nun
Manual Installaus. Der DELL Server wird nun das Betriebssystem Image validieren.

- Im vierten Schritt klickst du einfach auf
Next, da das Image bereits zuvor eingebunden wurde.

- Im fünften und letzten Schritt siehst du eine Übersicht mit den gewählten Einstellungen. Klick auf
Finish, wenn diese korrekt sind. Der Server wird nun neustarten und das Setup von Windows starten.

- Sofern nach der Installation noch Treiber fehlen, hast du ein Laufwerk zur Verfügung, auf dem Treiber für das Betriebssystem bereitliegen. Dieses wird vom Server automatisch als
OEMDRVbenannt.